Ratsmehrheit gegen Bürgerbegehren: Initiatoren werben für Bahnanbindung statt Radschnellweg

Dr. Andreas Klöcker (vl), Cristof Giesers und Rainer Sauer wollen weiterhin die Bahntrasse nach Münster wiederbeleben statt einen Radschnellweg. Das Foto zeigt die drei Initiatoren des Bürgerbegehrens auf dem Weg zur Stadtverordnetenversammlung.

„Das Bürgerbegehren „Stoppt den Radschnellweg RS2“ ist unzulässig, da die Baumaßnahme im Rahmen eines Planfeststellungsverfahren durchgeführt wird“, sagt die Verwaltung. Die drei Initiatoren Rainer Sauer, Christof Giesers und Dr. Andreas Klöcker halten dagegen: „Aus zweierlei Gründen halten wir die Ratsvorlage für nicht eindeutig und überholt: Die tatsächliche Realisierung eines Planfeststellungsverfahrens ist den Unterlagen nicht eindeutig zu entnehmen – und liegt zudem noch weit entfernt. Hinzu kommt aktuell, dass sich eine Westmünsterlandbahn GmbH gegründet hat, die die Bahntrasse nach Rhede wiederbeleben will.“

Die Stadtverordnetenversammlung folgte jedoch am Mittwoch (9. Februar) bei der Abstimmung der Empfehlung des Bürgermeisters Thomas Kerkhoff und lehnten das Bürgerbegehren mehrheitlich ab. Zuvor warben die drei Initiatoren in der Stadtverordnetenversammlung auch inhaltlich für ihr Bürgerbegehren und bekamen dafür 15 Minuten Zeit eingeräumt. Nachfolgend die drei Statements:

Pro Radweg – Contra Radschnellweg RS2 (Rainer Sauer)

Mein beruflicher Einsatzort war bislang Mülheim, Essen und Bochum. Dort ergibt ein Radschnellweg Sinn. Denn hier gibt es kaum Radwege. Es herrscht dort besonders morgens und am Nachmittag ein absolutes Verkehrschaos. Im Verhältnis Radwege-Kilometer zur Einwohnerzahl steht Bocholt 80 % besser da als Essen. Bocholt hat ein gut ausgebautes Radwegenetz. Von A nach B mit dem Rad zu kommen ist überhaupt kein Problem. Aber ein zusätzlicher Radschnellweg, etwa von Bocholt nachRhede, ergibt keinen Sinn. Warum? Ganz einfach: Wer nicht direkt am Bahnhof, der Münster Straße oder am Stadtwald wohnt, hat davon rein gar nichts, im Gegenteil. Der Radschnellweg soll ausschließlich auf der ehemaligen Bahntrasse gebaut werden.

Sie Fragen sich vielleicht, ob dies ein Problem ist. Die Frage will ich so beantworten: Ich gehe davon aus, dass der Bürgermeister auch ein „Dienstfahrrad“ hat. Wenn ja: Warum sollte der Bürgermeister den Radschnellweg nutzen, wenn er später von seinem Amtssitz am Berliner Platz aus einen Termin etwa bei der Firma Borgers, bei Fahrrad Rose oder im Industriegebiet Mussum wahrnehmen müsste? Und sollte der Bürgermeister mal seinen Amtskollegen Herrn Bernsmann in Rhede mit dem Fahrrad besuchen wollen, so kommt er dort auf bereits bestehende Radwege schnell und auf kurzem Weg hin. Ein Radschnellweg hier in Bocholt ist so, als würden überall neben den Schnellstraßen noch Autobahnen gebaut werden. Das kann nicht ernsthaft gewollt sein.

Und: Was ist mit Klimaschutz? Auch klimapolitisch täte Bocholt gut daran, den 7 Meter breiten und 6,9 Kilometer langen Radschnellweg nicht zu realisieren, denn mehr als 42.000 Quadratmeter Fläche müssten dafür versiegelt werden. Ganz abgesehen von den vielen Bäumen,die dafür gefällt werden müssten. Der Radschnellweg wäre purer Luxus und absolut überflüssig – jedenfalls in Bocholt.

Jetzt kommt bestimmt der Einwand: „Die Kosten von 11 Millionen Euro übernimmt doch das Land“. Dies ist nicht die ganze Wahrheit, denn erstens sind das auch Steuergelder. Zweitens wird Bocholt dadurch finanziell und personell zusätzlich belastet: Straßen NRW und der Kreis Borken werden die Stadt Bocholt dabei nicht außen vorlassen – und das bindet – wie jetzt schon – städtisches Personal.

Was wäre jetzt wichtig? Die Antwort ist einfach: Wir sehen dringenden Handlungsbedarf bei der Sanierung vorhandener Radwege – und das in ganz Bocholt. Dafür muss Geld in die Hand genommen werden! Dies sollte jetzt erfolgen, nicht erst in späteren Jahren und nicht nur punktuell. Hier müssen die Prioritäten liegen, nicht beim Radschnellweg.

Und wichtig ist, dass die Bahntrasse frei bleiben muss, damit Bocholt den Anschluss mit dem Zug nach Rhede und in Richtung Münster nicht verpasst. Hier die dazugehörigen zwei Folien – einfach anklicken.

Korrektur der Zahlen (Christof Giesers)

Siehe Folie 5 – 10 „Die Machbarkeitsstudie“ – einfach anklicken.

Mobilität von Morgen (Dr. Andreas Klöcker)

Rund um das Oberzentrum Münster schreitet der z.T. grenzüberschreitende Ausbau des Schienenpersonen-Nahverkehrs zügig voran. Er reicht von Münster aus bis in die Kreisstadt Coesfeld. Das westliche Münsterland, insbesondere die Städte Bocholt, Rhede und Kreisstadt Borken, werden hingegen überhaupt nicht berücksichtigt. Somit wird eine ganze Region des Münsterlandes „abgehängt“. Die in Borken und Bocholt vorhandenen Bahnanschlüsse verbinden unsere Region ausschließlich mit dem südlich gelegenen Ruhrgebiet, von Bocholt aus darüber hinaus bis in die Landeshauptstadt Düsseldorf.

Die tägliche Belastung durch das hohe Aufkommen an Individual- und LKW-Verkehr,

speziell auf der Richtung Münster führenden B67, zeigt, wie wichtig bereits heute attraktive Alternativangebote im Rahmen des ÖPNV sind. Die Städte Bocholt, Rhede und Borken als Kreisstadt weisen jeweils eine hohe Quote täglicher Ein- und Auspendler auf. Auch die demnächst durchgängig befahrbare B67 ändert daran nichts. Die Belastungen werden eher noch größer werden.

Der zwischen Bocholt und Münster verkehrende „Sprinterbus“ ist keine adäquate Antwort auf die Herausforderungen bzgl. belastbarer Konzepte einer „Mobilität von Morgen“. Eine auf das Straßennetz angewiesene Busverbindung ist bei jeder Fahrt zwangsweise an das Verkehrsaufkommen gebunden. Auf einer Länge von 100 km einfache Strecke sind Staus, Behinderungen und Verspätungen somit vorprogrammiert. Einzelne Personengruppen wie Rollatorbenutzer, Familien mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer können zum größten Teil überhaupt nicht befördert werden. Ein Fahrradtransport ist ebenfalls nicht vorgesehen. Eine bordeigene Toilette fehlt.

Das Verkehrsministerium NRW hat diese Herausforderungen erkannt. In der „Zielkonzeption 2030/2040 des Schienenpersonennahverkehrs“ wird die Reaktivierung der ehemaligen Bahnverbindung von Bocholt über Rhede, Borken bis Coesfeld ausdrücklich berücksichtigt. Die sinnvolle Weiterführung der Bahn von Bocholt nach Rhede berücksichtigt dazu sogar den Ausbau von zwei Bahnlinien, sowie eine grenzüberschreitende Reaktivierung von Borken nach Winterswijk (NL).

Die Nachfrage nach massentauglichen Mobilitätsangeboten – speziell mit einer Bahnverbindung in Richtung Münster – wird auf Grundlage der demografischen Entwicklung in den kommenden Jahren extrem steigen. Bocholts Bevölkerung altert. So werden besonders ab 2025/26 die sog. geburtenstarken Jahrgänge (1955 – 1969) sukzessive über einen Zeitraum von 10 Jahren in immer stärkerem Maße aus dem aktiven Arbeitsleben ausscheiden und in den dritten Lebensabschnitt wechseln. Die Auswirkungen des demografischen Wandels werden in der gesamten Region spürbar werden. Die ältere Generation wird gegenüber der Politik attraktive ÖPNV-Anbindungen einfordern. Bahnverbindungen in alle Himmelsrichtungen werden dann einen wichtigen Baustein der Daseinsvorsorge – nicht nur in Bocholt – bilden.

Die ertüchtigte „Baumbergebahn“, das restliche Teilstück der ehemaligen Verbindung Bocholt – Münster, zeigt, wie die Antwort auf die Fragen einer geänderten Mobilität aussehen könnte.

Für Bocholt ist der elektrifizierte „Bocholter“ nach Düsseldorf der richtige Schritt in die richtige Richtung. Daher war es auch zu begrüßen, dass der Rat der Stadt Bocholt im Januar 2020 fraktionsübergreifend und einstimmig den Beschluss fasste, den damaligen Bürgermeister Peter Nebelo mit der Aufnahme zu Gesprächen über die Wiederbelebung der Bahn nach Münster zu beauftragen.

In einer ähnlichen Weise wie das Verkehrsministerium NRW sieht auch der Verband deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) kurz- bis mittelfristig sehr gute Chancen für eine Reaktivierung der Strecke 2265 von Bocholt Richtung Coesfeld.
In seiner Studie zu den Chancen einer Reaktivierung sind es besonders zwei Aspekte, die eine Wiederaufnahme des Personen- und Güterverkehrs nahelegen:

– die Schiene stellt im Westmünsterland die Verbindung aufkommensstarker Räume sicher (Verbindungsfunktion),
- eine Reaktivierung der alten Verbindung erschließt unterversorgte Regionen durch ein schienengebundenes Grundangebot (Erschließungsfunktion).

Fazit: Ein weiterer Ausbau der Schienenverbindung von Bocholt bis Coesfeld würde für alle an der Trasse liegenden Kommunen Standortvorteile vielfältiger Art mit sich bringen. Ein modernes Bahnangebot schließt die sichtbare Lücke im ÖPNV-Angebot besonders im ländlichen Raum, es trägt zu einer stärkeren Vernetzung der Region insgesamt bei und wäre so die adäquate Antwort auf eine dringend notwendige Verkehrswende. Eine spürbare und nachhaltige Verlagerung des Individual- und LKW-Verkehrs weg von der Straße ist nur mit guten Bahnverbindungen zu realisieren.

Aber nicht alleine der demografische Wandel wird den Bedarf nach attraktiven ÖPNV-Angeboten beeinflussen. Eine vernetzte Bahn-Infrastruktur wird auch in Bocholt einen entscheidenden Einfluss darauf haben, ob junge Menschen gewillt sind, Bocholt als Stadt der Bildung und Ausbildung zu wählen oder qualifizierte Fachkräfte, Firmen und junge Familien Anreize vorfinden, hier zu siedeln und sesshaft zu werden.

Eine Wiederaufnahme der Bahnverbindung in die westfälische Metropole Münster bietet für Bocholt und das restliche Westmünsterland die einmalige Chance, den Anschluss im wahrsten Wortsinn nicht zu verpassen. Hier die dazugehörigen Folien – einfach anklicken.

Die Ratsunterlagen vom 9. Februar können hier eingesehen werden – einfach anklicken

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Stadtratssitzung: Weiterhin gegen Radschnellweg

Am Wochenende hat Bürgermeister Thomas Kerkhoff den Initiatoren des Bürgerbegehrens „Stoppt den Radschnellweg RS2“ die Beschlussvorlage für die Ratssitzung am 9. Februar übermittelt, in der durch Beschluss festgestellt werden soll, dass das Bürgerbegehren in der Sache unzulässig sei und sich die beantragte Vorprüfung dadurch erledigt habe. Kerkhoff beruft sich auf das nun vorgesehene und von Straßen NRW angekündigte Planfeststellungsverfahren und führt dazu aus: „Inhaltlich begehren Sie eine Vorprüfung Ihres Bürgerbegehrens. In der Sache komme ich zu dem Ergebnis, dass ein Bürgerbegehren gegen eine Maßnahme, die mittels Planfeststellungsverfahren durchgeführt wird, gemäß § 26 Abs. 5 Nr. 4 Gemeindeordnung NRW unzulässig ist.“

Die drei Initiatoren Rainer Sauer, Christof Giesers und Dr. Andreas Klöcker wollen sich aber nicht damit abfinden. Die Ablehnungsgründe der Verwaltung lassen sie zurzeit anwaltlich überprüfen und erklären dazu: „Es spricht zwar einiges dafür, jedoch besteht unabhängig davon jederzeit die Möglichkeit, die mit nur hauchdünner Mehrheit durch die Stimmen von CDU und FDP getroffene Entscheidung zum Bau des Radschnellweges auch wieder rückgängig zu machen. Eine solche Entscheidung wäre nun angebracht, denn die Kritik am Radschnellweg RS2 wird, aus vielfältigen Gründen, größer. Zugleich nimmt die Ablehnung in der Bevölkerung weiter zu. Auch besteht in der Bevölkerung kein Verständnis dafür, dass der Radschnellweg ohne Berücksichtigung der zahlreich begründeten kritischen Einwände gebaut werden soll. Insbesondere die Tatsache, dass seitens der Verwaltung stets von einer sogenannten „faktischen Entwidmung“ der Bahntrasse gesprochen wird, eine Entwidmung beim zuständigen Eisenbahnbundesamt aber erst nach der Ratsentscheidung am 1. September beantragt wurde, sorgt in weiten Teilen der Bevölkerung für Unmut und Nachfragen.

Wenn die Mehrheitsbeschaffer das Ohr bei den Bürger:innen hätten, dann wüssten sie, dass nun vorrangig die vorhandenen Radwege saniert und ausgebaut werden müssten – und das nicht nur an einigen Stellen, sondern insgesamt in Bocholt. Zudem besteht nun die einmalige und vielleicht auch letzte Chance, die frühere Zugverbindung nach Rhede, später dann nach Borken und in Richtung Münster, wiederzubeleben. Dafür muss die Bahntrasse frei bleiben und darf nicht für einen Radschnellweg entwidmet werden. Ist die Bahntrasse erst einmal entwidmet, ist eine künftige Zugverbindung nach Münster schlichtweg unrealistisch. Die Befürworter im Rat sollten sich die Frage stellen, welchen Mehrwert für die Bürger:innen ein Radschnellweg zwischen Bahnhof, Münsterstraße und Stadtwald hat. Das Ergebnis liegt auf der Hand: Wer nicht unmittelbar an der ehemaligen Bahntrasse wohnt, hat keinen Vorteil und Nutzen. Und es gibt bereits heute unzählige Möglichkeiten, mit dem Rad bequem, schnell und auf kurzem Wege nach Rhede zu kommen. Klimapolitisch und vor dem Hintergrund einer dringend notwendigen Verkehrswende zu Gunsten einer Bahnverbindung wäre dies ein Schritt zurück!“

Auch begründen die drei Initiatoren ihre ablehnende Haltung zum Radschnellweg damit, dass der Bau eines Radschnellwegs Bocholt finanziell und personell zusätzlich belasten würde. Denn schon jetzt habe Bocholt viele bauliche- und finanzielle Probleme, betonen sie in Anspielung auf den aktuell festgestellten Brandschutz und der Teilschließung des Stadtmuseums. Wörtlich heißt es: „Woher soll das Geld und Personal herkommen, wenn es doch jetzt schon große Engpässe im Rathaus – insbesondere in der Bauverwaltung gibt?“

In der öffentlichen Ratssitzung am 9. Februar um 17 Uhr wollen die Initiatoren des Bürgerbegehrens „Stoppt den Radschnellweg RS2“ vertiefend ihr Anliegen darstellen und erhalten dazu 15 Minuten Zeit. Zwischenzeitlich haben sie zur Aufklärung vier Erklärvideos und ein Video vor Ort am Bahnhof und am ehemaligen Bahnübergang an der Münster Straße erstellt.

Die Videos und weitere Infos sind abrufbar unter www.stoppt-den-radschnellweg-rs2.de.  

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Gemeinsam stärker: Bündnis gegen den Radschnellweg RS2

Die beiden Initiativen „Stoppt den Radschnellweg RS2“ und „Bocholt stimmt ab“ arbeiten künftig enger zusammen. Seit der Entscheidung des Rates der Stadt Bocholt, auf der ehemaligen Bahntrasse von Bocholt nach Rhede den Radschnellweg RS2 zu bauen, regt sich in der Bevölkerung heftiger Widerstand. Beide Gruppen verfolgen das Ziel, den Ratsbeschluss durch Bürgerbegehren und Bürgerentscheid rückgängig zu machen.

„Wir sind uns bei unserem Vorgehen einig und wollen an einem Strang ziehen“, betonen die Initiatoren beim gemeinsamen Gespräch. Dass „Bocholt stimmt ab“ früher an den Start gegangen sei und eine Unterschriftenaktion bereits laufe, tue dem keinen Abbruch. Vielmehr zeige das zusätzliche Erstarken des Protests in der Initiative „Stoppt den Radschnellweg RS2“, wie wichtig vielen Bürger:innen dieses Anliegen sei. Lediglich der Zeitpunkt der jeweiligen Anträge sei unterschiedlich gewesen. Beide Gruppierungen sind sich sicher, genügend Stimmen sammeln zu können. Eine intensivere Zusammenarbeit beider Gruppen erfolgt auch für den Fall, dass es nach der Ankündigung von Straßen NRW zu einem Planfeststellungsverfahren kommen wird. Ein Bürgerbegehren und ein Bürgerentscheid sind dann zwar juristisch unzulässig, die Beteiligung der Bürger wird allerdings im Rahmen des Verfahrens auf eine breitere Basis gestellt.

Grundsätzlich befürworten beide Seiten den Bau von Radwegen, allerdings nicht auf der Bahntrasse, die für ÖPNV-Angebote frei gehalten werden sollte. Die Initiativen kommen zu dem gemeinsamen Ergebnis, dass ein Radschnellweg nach Rhede aufgrund der bereits vorhandenen Radwege keinen Sinn ergibt. Vielmehr muss das bestehende Radwegenetz dringend instand gesetzt werden. Zudem gilt es, einer weiteren Bodenversiegelung in erheblichem Umfang Einhalt zu gebieten. Diesen Zielen wollen beide Initiativen nun durch enge Kooperation Nachdruck verleihen.

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Videobeitrag zum geplanten Radschnellweg RS2, Teil 4

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Bahn statt Radschnellweg

Ein Videobeitrag zu den Vorteilen einer Wiederbelebung der ehemaligen Bahntrasse von Bocholt nach Münster. Aber auch zum Gutachten nehmen die Initiatoren und Unterstützer des Bürgerbegehrens „Stoppt den Radschnellweg RS2“ Stellung. Es sei schlecht gerechnet worden zum Nachteil der Bahn und zugunsten des Radschnellweges, heißt es im Statement. Interessanter und empfehlenswerter Beitrag!

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Videobeitrag zum geplanten Radschnellweg RS2, Teil 3

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Videobeitrag zum geplanten Radschnellweg RS2, Teil 2

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Erklärvideos: Initiative „Stoppt den Radschnellweg RS2“ startet Aufklärungskampagne

Die Initiatoren Rainer Sauer, Christof Giesers und Dr. Andreas Klöcker des Bürgerbegehrens „Stoppt den Radschnellweg RS2“ starten mit einer vierteiligen Reihe selbst produzierter Videos eine Aufklärungskampagne zu den Hintergründen und Folgen des geplanten Radschnellwegs von Bocholt nach Rhede, der später sogar weiter Richtung Münster führen soll. 

Die Videos sind als Erklärvideos angelegt. Das erste Video ist bereits auf der Homepage der Initiative zu sehen unter www.stoppt-den-radschnellweg-rs2.de. Im Mittelpunkt steht die Frage der Mobilität, die derzeitigen Einschränkungen und die Chance, durch eine Wiederbelebung der ehemaligen Bahntrasse nach Münster für alle Bevölkerungsschichten ein attraktives Angebot zu schaffen, das der „Sprinterbus“ alleine nicht bietet.

Dr. Andreas Klöcker, der das erste Video erstellt hat, will die nächsten drei Videos in kurzer Zeit fertigstellen. Dr. Klöcker: „Uns ist es wichtig, dass die Bürger:innen  über die unsinnige Entscheidung zum geplanten Radschnellweg RS2 umfassend informiert werden. Vor allem sollen die Konsequenzen dieser Entscheidung im Bezug auf Umwelt und Natur aufgezeigt werden. Ebenso, dass mit dem RS2 nie wieder die Chance besteht, eine Bahnverbindung nach Münster zu bekommen, die gerade jetzt in Zeiten des Klimawandels und der erforderlichen Verkehrswende wichtig ist.  Auch die Kosten von 11 Millionen Euro sind der Bevölkerung nicht vermittelbar, zumal Bocholt schon jetzt über ein dichtes Radwegenetz verfügt, das an an vielen Stellen dringend saniert werden müsste.“ 

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Videobeitrag zum geplanten Radschnellweg RS2, Teil 1

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Unsere Stellungnahme zur Kostenschätzung der Stadt Bocholt zum Bürgerbegehren „Stoppt den Radschnellweg RS2″

Wir lehnen den geplanten Radschnellweg RS2 ab. Auch Alternativen für einen Radschnellweg kommen für uns nicht infrage. Folgerichtig entstehen so auch keinerlei Kosten, wenn dieses Vorhaben gestoppt wird.

Bocholt hat ausreichendende Radwege, die allerdings an vielen Stellen in die Jahre gekommen sind und daher dringend saniert und ausgebaut werden müssen. Dafür muss Geld in die Hand genommen werden. Somit bedarf es zum bestehenden Radwegenetz keinerlei Alternativen. Mit dem „Rad Bocholter Aa“ existiert im Übrigen bereits eine vom ADFC zertifizierte „Qualitätsroute“.

Mit dem Bau des sieben Meter breiten und 6,9 Kilometer langen Radschnellweges ist eher die Gefahr gegeben, dass die vorhandenen Radwege vernachlässigt werden und Bocholt seinen Namen als „Fahrradstadt“ nicht mehr gerecht wird.

Die dargestellte Kostenschätzung von 4,3 Millionen Euro für eine „alternative Radwegestruktur“ ist nicht Grundlage und auch nicht Beschluss der Stadtverordnetenversammlung. Diese werten wir lediglich als Gedankenspiel der Verwaltung. Auch sind wir davon überzeugt, dass diese Kostenschätzung einer Überprüfung nicht standhält. Hinzu kommt, dass die Argumentationskette der Stadt Bocholt und die Kostenschätzung von 4,3 Mio. € alleine auf der Annahme und der Voraussetzung baut, dass Bocholt gezwungenermaßen eine Alternative zum Radschnellweg RS2 benötigt. Darüber hinaus werden hier ausdrücklich Fördermöglichkeiten nicht einberechnet – beim aktuell geplanten Radschnellweg RS2 wird allerdings damit argumentiert, dass der Stadt keine Kosten entstünden, weil er zu 100 Prozent gefördert würde. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen!

Damit stehen auch keinerlei Bäume zur Diskussion, die durch die „Gedankenspiele“ der Verwaltung gefällt werden müssten. Dies ist eine sehr gewagte These und dient lediglich als „Totschlagargument“, um das Vorhaben der Landesregierung in der Bocholter Bevölkerung durchzudrücken. Überhaupt ein solches Szenario darzustellen und gedanklich in Erwägung zu ziehen, zeugt nicht gerade von Verantwortung – mit Blick auf den erforderlichen Klimaschutz und die Klimaziele.

Die Kosten von 11 Millionen Euro, für den ersten Teilabschnitt von Bocholt nach Rhede, werden zwar vom Land NRW finanziert, jedoch handelt es sich auch hierbei um Steuergelder. Wir halten die Steuer-Millionen für den Radschnellweg für eine reine Steuergeldverschwendung.

Ein Radschnellweg nach Rhede ergibt aufgrund der bereits vorhandenen Radwege keinen Sinn und ist den Bürgerinnen und Bürgern daher auch nicht zu vermitteln.

Die Realisierung der Ratsentscheidung hat zudem gravierende Auswirkungen auf Landschaft, Natur und den Klimaschutz. Denn mehr als 40.000 Quadratmeter Bodenfläche müssten dafür versiegelt und unzählige Bäume gefällt werden.

Im Zuge der erforderlichen Verkehrswende ist es außerdem wichtig, dass Bocholt neben der bestehenden Zugverbindung nach Wesel bzw. Düsseldorf endlich auch

wieder eine ordentliche Verkehrsverbindung nach Münster bekommt. Hierzu muss die Bahntrasse, auf der der Radschnellweg RS2 gebaut werden soll, für die Wiederbelebung der Zugverbindung nach Münster freigehalten werden. Die Freistellung der Bahntrasse würde das jedoch voraussichtlich dauerhaft verhindern.

Bocholt, 10.12.2021
Initiatoren des Bürgerbegehrens „Stoppt den Radschnellweg RS2“ Rainer Sauer, Christof Giesers, Dr. Andreas Klöcker

Kostenschätzung der Stadt Bocholt vom 30.11.2021 zum Bürgerbegehren „Stoppt den Radschnellweg RS“

Schreiben der Stadt bzgl. der Kostenschätzung und der Vorprüfung vom 30.11.2021

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