Gemeinsam stärker: Bündnis gegen den Radschnellweg RS2

Die beiden Initiativen „Stoppt den Radschnellweg RS2“ und „Bocholt stimmt ab“ arbeiten künftig enger zusammen. Seit der Entscheidung des Rates der Stadt Bocholt, auf der ehemaligen Bahntrasse von Bocholt nach Rhede den Radschnellweg RS2 zu bauen, regt sich in der Bevölkerung heftiger Widerstand. Beide Gruppen verfolgen das Ziel, den Ratsbeschluss durch Bürgerbegehren und Bürgerentscheid rückgängig zu machen.

„Wir sind uns bei unserem Vorgehen einig und wollen an einem Strang ziehen“, betonen die Initiatoren beim gemeinsamen Gespräch. Dass „Bocholt stimmt ab“ früher an den Start gegangen sei und eine Unterschriftenaktion bereits laufe, tue dem keinen Abbruch. Vielmehr zeige das zusätzliche Erstarken des Protests in der Initiative „Stoppt den Radschnellweg RS2“, wie wichtig vielen Bürger:innen dieses Anliegen sei. Lediglich der Zeitpunkt der jeweiligen Anträge sei unterschiedlich gewesen. Beide Gruppierungen sind sich sicher, genügend Stimmen sammeln zu können. Eine intensivere Zusammenarbeit beider Gruppen erfolgt auch für den Fall, dass es nach der Ankündigung von Straßen NRW zu einem Planfeststellungsverfahren kommen wird. Ein Bürgerbegehren und ein Bürgerentscheid sind dann zwar juristisch unzulässig, die Beteiligung der Bürger wird allerdings im Rahmen des Verfahrens auf eine breitere Basis gestellt.

Grundsätzlich befürworten beide Seiten den Bau von Radwegen, allerdings nicht auf der Bahntrasse, die für ÖPNV-Angebote frei gehalten werden sollte. Die Initiativen kommen zu dem gemeinsamen Ergebnis, dass ein Radschnellweg nach Rhede aufgrund der bereits vorhandenen Radwege keinen Sinn ergibt. Vielmehr muss das bestehende Radwegenetz dringend instand gesetzt werden. Zudem gilt es, einer weiteren Bodenversiegelung in erheblichem Umfang Einhalt zu gebieten. Diesen Zielen wollen beide Initiativen nun durch enge Kooperation Nachdruck verleihen.

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